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Wear OS-Apps für die 64‑Bit-Pflicht vorbereiten

Lesezeit: 2 Minuten

64-Bit-Architekturen bieten Leistungsverbesserungen und eine Grundlage für zukünftige Innovationen, die Ihren Nutzern schnellere und bessere Erlebnisse ermöglichen. Wir unterstützen 64‑Bit-CPUs seit Android 5. Damit wird Wear OS an die aktuellen Updates für Google TV und andere Formfaktoren angepasst. Die 64‑Bit-Pflicht wurde 2019 erstmals für Mobilgeräte eingeführt.

Heute weiten wir diese 64‑Bit-Anforderung auf Wear OS aus. In diesem Blog finden Sie Informationen, die Ihnen helfen, Ihre Apps auf diese neuen Anforderungen vorzubereiten.

64-Bit-Anforderung: Zeitplan für Wear OS-Entwickler

Ab dem 15. September 2026:

  • Für alle neuen und aktualisierten Apps mit nativem Code müssen neben den 32-Bit-Versionen auch 64-Bit-Versionen bei Google Play angeboten werden.
  • Google Play beginnt, das Hochladen nicht konformer Apps in die Play Console zu blockieren.

Wir werden die Richtlinie für die 32‑Bit-Unterstützung nicht ändern und Google Play wird auch weiterhin Apps für bestehende 32‑Bit-Geräte anbieten.

Die meisten Wear OS-Entwickler haben diese Umstellung bereits vorgenommen und es sind bereits 64‑Bit-kompatible Apps verfügbar. Bei den verbleibenden Apps gehen wir davon aus, dass der Aufwand gering ist.

Vorbereitung auf die 64-Bit-Anforderung

Viele Apps sind vollständig in nicht nativem Code (z.B. Kotlin oder Java) geschrieben und erfordern keine Codeänderungen. Auch wenn Sie selbst keinen nativen Code schreiben, kann es sein, dass eine Abhängigkeit oder ein SDK nativen Code in Ihre App einbringt. Sie müssen also trotzdem prüfen, ob Ihre App nativen Code enthält.

App bewerten

  • Prüfen Sie Ihr APK oder App-Bundle mit dem APK Analyzer in Android Studio auf nativen Code.
  • Suchen Sie im Ordner „lib“ nach .so-Dateien. Auf ARM-Geräten befinden sich 32‑Bit-Bibliotheken in „lib/armeabi-v7a“, die entsprechenden 64‑Bit-Bibliotheken in „lib/arm64-v8a“.
  • Parität sicherstellen:Ziel ist es, dass Ihre App in einer reinen 64-Bit-Umgebung korrekt ausgeführt wird. Die genauen Konfigurationen können variieren. Für die meisten Apps bedeutet das jedoch, dass du für jede unterstützte native 32-Bit-Architektur die entsprechende 64-Bit-Architektur anbieten musst. Dazu musst du die entsprechenden .so-Dateien für beide ABIs bereitstellen.
  • SDKs aktualisieren:Wenn Sie nur 32‑Bit-Versionen einer Drittanbieterbibliothek oder eines Drittanbieter-SDKs haben, wenden Sie sich an den Anbieter, um eine 64‑Bit-kompatible Version zu erhalten.

64‑Bit-Kompatibilität testen

Die 64‑Bit-Version Ihrer App sollte dieselbe Qualität und denselben Funktionsumfang wie die 32‑Bit-Version bieten. Mit dem Wear OS Android-Emulator können Sie prüfen, ob sich Ihre App in einer 64‑Bit-Umgebung wie erwartet verhält und die erwartete Leistung erbringt.

Hinweis:Da Wear OS-Apps auf Wear OS 4 oder höher ausgerichtet sein müssen, um bei Google Play eingereicht zu werden, testen Sie wahrscheinlich bereits mit diesen neueren, reinen 64‑Bit-Images.

Achten Sie beim Testen auf Native Code Loaders wie SoLoader oder ältere Versionen von OpenSSL, die möglicherweise aktualisiert werden müssen, damit sie auf Hardware, die nur 64‑Bit unterstützt, richtig funktionieren.

Nächste Schritte

Wir kündigen diese Anforderung jetzt an, damit Entwickler sechs Monate Zeit haben, ihre Apps anzupassen, bevor die Richtlinie im September 2026 in Kraft tritt. Eine ausführlichere Anleitung zur Umstellung finden Sie in unserer ausführlichen Dokumentation zur Unterstützung von 64-Bit-Architekturen.

Diese Umstellung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Wear OS und die Vorteile, die die 64‑Bit-Kompatibilität für das Ökosystem mit sich bringt.

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