Produktneuheiten
Datenschutz bei der Standortermittlung neu definiert: Neue Tools und Verbesserungen für Android 17
Lesezeit: 3 Minuten
Eine Säule des Android-Ökosystems ist unser gemeinsames Engagement für das Vertrauen der Nutzer. Mit der Weiterentwicklung der mobilen Landschaft entwickelt sich auch unser Ansatz zum Schutz sensibler Informationen weiter. In Android 17 führen wir eine Reihe neuer Funktionen zum Schutz der Privatsphäre bei der Standortermittlung ein, die Nutzern mehr Kontrolle geben und Entwicklern elegante Lösungen für die Datenminimierung und Produktsicherheit bieten. Unsere Strategie konzentriert sich auf die Einführung neuer Tools, um hochwertige Nutzererlebnisse mit robusten Datenschutzmaßnahmen in Einklang zu bringen, und auf die Verbesserung der Transparenz für Nutzer, damit sie ihre Daten besser verwalten können.
Button „Standort“: Vereinfachter Zugriff für die einmalige Verwendung
Für viele gängige Aufgaben, z. B. das Finden eines Geschäfts in der Nähe oder das Taggen eines Social-Media-Posts, benötigt Ihre App keinen dauerhaften oder Hintergrundzugriff auf den genauen Standort eines Nutzers. Mit Android 17 führen wir den Button „Standort“ ein, ein neues UI-Element, das einen gut beleuchteten Weg für den verantwortungsvollen einmaligen Zugriff auf den genauen Standort bietet. Branchenpartner haben diese neue Funktion angefordert, um ihren Nutzern einen einfacheren und datenschutzfreundlicheren Standort-Workflow zu bieten.
Besserer Datenschutz für Nutzer
Wenn die Entscheidung über die Standortfreigabe an den Punkt verlegt wird, an dem ein Nutzer eine Aktion ausführt, kann er besser entscheiden, wie viele Informationen er wie lange freigeben möchte. So können Nutzer die Datenfreigabe auf das beschränken, was Apps in dieser Sitzung benötigen. Sobald die Einwilligung erteilt wurde, werden durch diesen sitzungsbasierten Zugriff keine wiederholten Aufforderungen für standortabhängige Funktionen mehr angezeigt. Das ist für Entwickler von Vorteil, da sie ihren Nutzern ein reibungsloseres Nutzererlebnis bieten und sich auf die Absicht des Nutzers verlassen können, da der Zugriff explizit zum Zeitpunkt der Aktion angefordert wird.
Vollständige UI-Anpassung an das Design Ihrer App
Der Button „Standort“ bietet umfangreiche Anpassungsoptionen, um die Einbindung in das Design Ihrer App zu gewährleisten und gleichzeitig die systemweite Erkennbarkeit beizubehalten. Sie können den visuellen Stil des Buttons ändern, einschließlich:
- Farbschema für Hintergrund und Symbol
- Stil der Umrandung
- Größe und Form
Außerdem können Sie das passende Textlabel aus einer vordefinierten Liste von Optionen auswählen. Aus Sicherheitsgründen und um das Vertrauen der Nutzer zu stärken, ist das Standortsymbol obligatorisch und kann nicht angepasst werden. Die Schriftgröße wird vom System verwaltet, um die Einstellungen für die Bedienungshilfen des Nutzers zu berücksichtigen.
Vereinfachte Einbindung mit Jetpack und automatische Abwärtskompatibilität
Der Button „Standort“ wird als Jetpack-Bibliothek bereitgestellt, sodass er wie jede andere Jetpack-Ansichtsimplementierung einfach in Ihre vorhandenen App-Layouts eingebunden werden kann. Außerdem wird die Anforderung der Berechtigung für den Zugriff auf den genauen Standort vereinfacht. Wenn Sie den Button „Standort“ mit der Jetpack-Bibliothek implementieren, wird die Abwärtskompatibilität automatisch berücksichtigt. Wenn ein Nutzer auf einem Gerät mit Android 16 oder niedriger darauf tippt, wird die vorhandene Standortaufforderung verwendet.
Der Android-Button „Standort“ ist ab Android 17 Beta 3 zum Testen verfügbar.
Transparenz beim Standortzugriff
Nutzer haben oft Schwierigkeiten, die Tools zu verstehen, mit denen sie den Zugriff auf ihre Standortdaten überwachen und steuern können. In Android 17 richten wir die Transparenz der Berechtigung zur Standortermittlung an den hohen Standards aus, die bereits für das Mikrofon und die Kamera gelten.
- Aktualisierte Standortanzeige: Eine dauerhafte Anzeige informiert Nutzer jetzt, wenn eine Nicht-System-App auf ihren Standort zugreift.
- Attribution und Kontrolle: Nutzer können auf die Anzeige tippen, um genau zu sehen, welche Apps kürzlich auf ihren Standort zugegriffen haben, und diese Berechtigungen sofort über das Dialogfeld „Letzte App-Nutzung“ verwalten.
Verbesserter Datenschutz für Nutzer mit standortbezogenen ungefähren Standorten
In Android 17 wird auch der Algorithmus für ungefähre Standorte (grobe Standorte) verbessert, um die Bevölkerungsdichte zu berücksichtigen. Bisher wurde für grobe Standorte ein statisches 2 km breites Raster verwendet, das in dünn besiedelten Gebieten möglicherweise nicht ausreichend datenschutzfreundlich ist, da ein 2 km großes Quadrat oft nur eine Handvoll Nutzer enthalten kann. Bei dem neuen Ansatz wird dieses feste Raster durch einen dynamisch großen Bereich ersetzt, der auf der lokalen Bevölkerungsdichte basiert. Durch die Vergrößerung des Rasters für Gebiete mit geringerer Bevölkerungsdichte sorgt Android für einen einheitlicheren Datenschutz in verschiedenen Umgebungen, von dicht besiedelten Städten bis hin zu abgelegenen Regionen.
Verbessertes Dialogfeld für Laufzeitberechtigungen
Das Dialogfeld für Laufzeitberechtigungen für den Standort ist einer der komplexeren Abläufe für Nutzer. Sie werden aufgefordert, über die Granularität und Dauer des Berechtigungszugriffs zu entscheiden, den sie jeder App gewähren möchten. Damit Nutzer fundiertere Datenschutzentscheidungen treffen können, haben wir das Dialogfeld neu gestaltet, um die Optionen "Genau" und "Ungefähr" visuell deutlicher zu unterscheiden. So werden Nutzer dazu angeregt, die Zugriffsebene auszuwählen, die ihren Anforderungen am besten entspricht.
Jetzt mit der Entwicklung für Android 17 beginnen
Die neuen Tools zum Schutz der Privatsphäre bei der Standortermittlung sind jetzt in Beta 3 verfügbar. Wir freuen uns auf Ihr Feedback, damit wir diese Funktionen vor der allgemeinen Veröffentlichung weiter verbessern können.
- Feedback: Melden Sie Probleme im [offiziellen Issue Tracker].
Entwickeln Sie noch heute ein reibungsloseres und datenschutzfreundlicheres Nutzererlebnis.
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