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#WeArePlay: Wie Matraquinha Kindern ohne Sprachvermögen hilft, zu kommunizieren

Lesezeit: 2 Minuten
Robbie McLachlan
Brand Marketing Manager , Developer Marketing

In unserem neuesten #WeArePlay-Film treffen wir Adriano, Wagner und Grazyelle. Die drei haben Matraquinha entwickelt, eine App, die Tausenden von Kindern ohne Sprachvermögen in mehr als 80 Ländern hilft, zu kommunizieren. Erfahre mehr über ihre inspirierende Geschichte und die Auswirkungen auf ihren eigenen Sohn Gabriel.

Wagner, du hast Matraquinha aus einem sehr persönlichen Grund entwickelt: für deinen Sohn Gabriel. Was hat dich dazu inspiriert, diese App für ihn zu erstellen?

Meine Frau und ich haben unseren Sohn adoptiert, als er 10 Monate alt war. Später haben wir erfahren, dass er nicht sprechen kann und die Diagnose Autismus erhalten hat. Deshalb haben wir nach Möglichkeiten gesucht, mit ihm zu kommunizieren und umgekehrt. Die Idee begann mit Zeichnungen von Objekten und Sätzen auf Karten, auf die er zeigen konnte, wenn er etwas wollte. Wir wollten das digitalisieren und haben deshalb mit der Hilfe meines Bruders Adriano die Matraquinha-App entwickelt. 

Wie funktioniert die App?

Wagner: Die App enthält fast 250 Zeichnungen, wie digitale Karteikarten. Das Kind zeigt auf eine Karte und die App sagt den Namen des Objekts, Ortes oder Gefühls. So können Eltern besser verstehen, was ihr Kind braucht. 

Grazyelle: Als Mutter habe ich festgestellt, dass Gabriel nach der Einführung der App kommunizieren konnte und sich seine Krisengefühle dadurch deutlich verringert haben. Vorher war er frustriert. Mit der App kann mein Sohn mir jetzt sagen, was er braucht.

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Matraquinha wurde als persönliche App für eure Familie entwickelt, hilft aber jetzt Nutzern in über 77 Ländern. Wie habt ihr das erreicht? 

Adriano: Als mein Bruder mir die Idee vorstellte, dachten wir, sie wäre nur für unsere Familie. Wir hatten keine Ahnung, dass sie zu einer globalen Ressource für weitere Familien werden würde. In der ersten Woche gab es einen Download. Im nächsten Jahr waren es 100.000 Downloads, alle organisch und ohne Werbung. Das hat uns gezeigt, wie wichtig die App ist, um Familien bei der Kommunikation mit ihren Kindern ohne Sprachvermögen zu helfen.

Adriano: Es ist wirklich unglaublich für uns, auf Google Play zu sein. Denn auch ohne leitende Ingenieure zu sein, hat uns dieses Tool eine Möglichkeit gegeben, die Kommunikation für andere Familien zu verbessern. Wir verwenden auch andere Tools wie Firebase Analytics, mit denen wir sehen können, welche Karten und Kategorien am häufigsten verwendet werden. Das hilft uns bei der Entwicklung neuer Versionen.

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Was sind die nächsten Schritte für Matraquinha und auf welche Funktionen freut ihr euch am meisten, die ihr der Community zur Verfügung stellen könnt?

Wir fügen der App 500 weitere echte Bilder hinzu, da Kinder älter werden und als Teenager keine Zeichnungen mehr möchten. Außerdem erstellen wir ein Board mit Pronomen, Nomen und Verben. Wenn ein Kind seinen Eltern zum Beispiel mitteilen möchte, dass es gerne Hamburger isst, kann es auf die verschiedenen Wörter tippen und einen Satz bilden. So wird es noch unabhängiger. Wir untersuchen auch Möglichkeiten, KI zu nutzen, um die App noch persönlicher zu gestalten. Dabei verfolgen wir dasselbe Ziel: sicherzustellen, dass jedes Kind gehört wird.

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